Aktuelles

 
Antragsfristen verlängert
Die Antragsfristen für die Beantragung der Überbrückungshilfen wurden wie folgt verlängert:
- für die Überbrückungshilfe II bis 31.03.2021
- für die Überbrückungshilfe III bis 31.10.2021
- für die Überbrückungshilfe III Plus / Neustart-Hilfe Plus bis 31.10.2021
- Neustart-Hilfe nun auch durch Steuerberater beantragbar bis 31.08.2021

 

Überbrückungshilfen

Die Beantragung der Überbrückungshilfe III ist ab sofort möglich. FAQs zum Antrag, den Voraussetzungen und der Höchstbeträge für die Überbrückungshilfe II finden Sie hier.
Die Anträge auf Überbrückungshilfen können nur mit Hilfe eines Steuerberaters oder Wirtschaftsprüfers gestellt werden. Bitte teilen Sie uns mit, falls wir für Sie tätig werden sollen. Soloselbstständige können eine sog. Neustarthilfe direkt (auch ohne Steuerberater) beantragen. Dazu muss das von der Steuererklärung bekannte ELSTER-Zertifikat genutzt werden.

 

November- und Dezember-Hilfen (Antragsfrist im April 2021 abgelaufen)

Die von den ab 28.10.2020 angeordneten Schließungen (siehe unten unter Beschluss über Lockdown am 28.10.2020) direkt oder indirekt betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständigen, Vereine und Einrichtungen werden durch eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ unterstützt, der ursprünglich Novemberhilfe, inzwischen Dezemberhilfe. Die Betroffenen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe – in Form von Zuschüssen von 75 Prozent ihres entsprechenden durchschnittlichen Umsatzes im entsprechenden Monat des Jahres 2019, tageweise anteilig für die Dauer des Corona-bedingten Lockdowns. Anträge können seit  dem 25.11.2020 gestellt werden. Für Solo-Selbständige sind Direktanträge bis zu einem Betrag von 5.000 EUR ohne prüfenden Steuerberater möglich. Nähere Infos und FAQs finden Sie hier.

 

Aktuelle Coronahilfen auf einen Blick

 

Corona-Kredite über die KfW

Zur Überwindung der Corona-Krise stellt die Bundesregierung Unternehmen umfangreiche Gelder zur Verfügung. So verfügt die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) dafür über vorerst 20 Milliarden Euro zusätzliche Mittel. Die KfW übernimmt im Rahmen verschiedener Programme zum Beispiel die Risiken für Betriebsmittel in Höhe von bis zu 80 Prozent der Summe, bei Investitionen sind sogar bis zu 90 Prozent möglich. Abgewickelt werden die Hilfen meist über die jeweiligen Hausbanken.

KfW: KfW-Unternehmerkredit

WI-Bank: Kapital für Kleinunternehmen

 

Lohn- und Gehaltsbereich

Corona-Bonus
Aufgrund der Corona-Krise können Arbeitgeber ihren Beschäftigten Sonderzahlungen bis 1.500 Euro steuerfrei in Form von Zuschüssen und Sachbezügen gewähren. Die Regelung ist bis Ende März 2022 verlängert worden. Was dabei zu beachten ist, lesen Sie hier:

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hatte die Steuerbefreiung zunächst per Erlass bekannt gegeben (BMF, Schreiben v. 9.4.2020, IV C 5 - S 2342/20/10009 :001). Im Interesse der Rechtssicherheit ist im Rahmen des Corona-Steuerhilfegesetzes mit § 3 Nr. 11a EStG nachträglich eine gesetzliche Rechtsgrundlage für die Steuerfreiheit der Corona-Sonderleistungen geschaffen worden. Inzwischen ist zur Anwendung der Vorschrift ein überarbeiteter Erlass veröffentlicht worden (BMF, Schreiben v. 26.10.2020, IV C 5 - S 2342/20/10012 :003).

Erfasst von der Neuregelung werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten nach dem 1. März 2020 erhalten. Die Frist zur Auszahlung der einmaligen Prämie ist inzwischen bis zum 30. Juni 2021 verlängert worden (ursprünglich war der 31. Dezember 2020 vorgesehen). Voraussetzung ist weiterhin, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Eine Entgeltumwandlung ist demnach ausgeschlossen. 

 
Beantragung von Erstattungen bei Quarantäne-Zeit
Können Mitarbeiter wegen der Einhaltung von verordneten Quarantäne-Zeiten nicht arbeiten, dann können wir für Sie als Arbeitgeber die Erstattungen der Lohnfortzahlungen beantragen.
 
Kurzarbeit
Durch die Corona-bedingten Einschränkungen im öffentlichen Leben kommt es in Ihrem Unternehmen zu Umsatzausfällen, rückläufigen Auftragseingängen und zu Produktionsausfällen infolge fehlender Zulieferungen. Die Folge daraus ist, dass Sie Ihre Mitarbeiter nicht voll beschäftigen können. Die Bundesregierung hat aus diesem Grunde am 13.03.2020 Erleichterungen im Hinblick auf die Einführung von Kurzarbeit beschlossen.
Alle Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld (KUG) und alles über das Antragsverfahren und die Berechnung finden Sie hier.
 

Allgemeine Maßnahmen

Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021 (1/11)
Umsatzsteuerpflichtige Unternehmen können bei einem pandemiebedingten Umsatzrückgang in 2020 ab sofort bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Befreiung von der Pflicht zur Zahlung der Sondervorauszahlung auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2021 stellen. Die Dauerfristverlängerung zur Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldungen wird dann gleichwohl gewährt.
Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn wir für Sie den Antrag einreichen sollen, weil Sie Ihre Voranmeldungen selbst erstellen. Im Falle, dass wir Ihre Buchhaltungen erstellen, beantragen wir automatisch die Befreiung für Sie.
 
Mieterschutz
Zahlungsrückstände aus dem Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 berechtigen den Vermieter nicht zur Kündigung - für die Dauer von 24 Monaten. Diese Einschränkung gilt für die Fälle, in denen die Rückstände auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruhen. Erst, wenn der Mieter oder Pächter die Zahlungsrückstände auch nach dem 30. Juni 2022 noch nicht beglichen hat, kann ihm wieder gekündigt werden. Mit den Regelungen wird verhindert, dass infolge vorübergehender Einnahmeausfälle durch die Corona-Pandemie Wohnraummieter ihr Zuhause und Mieter oder Pächter gewerblicher Räume und von Grundstücken die Grundlage ihrer Erwerbstätigkeit verlieren. Die Regelungen sind zum 1. Juli 2020 ausgelaufen, sie wurden nicht verlängert. Denn es hat sich gezeigt, dass sich Mieter und Vermieter in sehr vielen Fällen auf privater Basis einigen konnten.
 
Insolvenzantragspflicht
Das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Insolvenzrecht soll bis zum 31. Dezember 2020 verlängert werden. Durch das Gesetz ist im März 2020 die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen ausgesetzt worden, die infolge der Coronavirus-Pandemie insolvenzreif geworden sind und dennoch Aussichten darauf haben, sich unter Inanspruchnahme staatlicher Hilfsangebote oder auf andere Weise zu sanieren. Die Verlängerung soll nur für Unternehmen gelten, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Denn anders als bei zahlungsunfähigen Unternehmen bestehen bei überschuldeten Unternehmen Chancen, die Insolvenz dauerhaft abzuwenden. Unternehmen, die zahlungsunfähig sind, können dagegen ihre fälligen Verbindlichkeiten bereits nicht mehr bezahlen.
 
Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie
Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie werden ab dem 1. Juli 2020 befristet bis zum 31. Dezember 2022 auf den ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent gesenkt. Die Bundesregierung will, dass Gastronomiebetriebe, die derzeit von hohen Umsatzeinbußen durch die Corona-Krise betroffen sind, gut aus der Krise kommen. Deshalb sorgt sie damit für eine weitere gezielte steuerliche Entlastung für die Zeit nach der Krise, wenn die Umsätze wieder steigen.
 
Allgemeine Umsatzsteuersenkung
Zentraler Teil des Konjunkturpaketes der Bundesregierung (beschlossen am 29.06.2020) ist die befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes vom 01.07. bis 31.12.2020 auf 16% (allgemeiner Steuersatz) und 5% (ermäßigter Steuersatz).
Hier finden Sie das aktuelle Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 30.06.2020 und FAQ’s zum Thema.
 
Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung
Laut Pressemitteilung des hessischen Finanzministeriums vom 19.03.2020 wird allen Betrieben, die für 2020 (im Februar) die gezahlte Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung wieder zurück erstattet, ohne dass Sie dafür die Dauerfristverlängerung für die Abgabe der monatlichen Umsatzsteuer-Voranmeldung verlieren. Wir veranlassen das für Sie! Sie müssen nichts weiter dafür tun. Die Erstattung erfolgt dann automatisch auf Ihr Konto, sofern diese nicht mit anderen Zahllasten verrechnet werden muss.
 
Ausgabenreduzierung 
Falls Sie aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation in finanzielle Schwierigkeiten kommen, sprechen Sie rechtzeitig mit Versicherungen, Energieversorgern, Vermietern, Banken, Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung, Kammern, Verbänden, um evtl. entsprechende Stundungen und/oder Reduzierungen zu erreichen. Wir sitzen alle in einem Boot, jeder versteht die derzeitige Lage. Es wird sich in den häufigsten Fällen eine Lösung finden, denn allen ist bewusst, dass unsere derzeitige Lage temporär ist und es auch wieder „bergauf“ gehen wird.
 

Beschlüsse der Regierung und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder

Beschluss über Verlängerung des Lockdowns am 19.01.2021
Die Beschlüsse zur Verlängerung des Lockdowns finden Sie hier.
 
Beschluss über Lockdown am 28.10.2020
Die Beschlüsse zum ersten „harten“ Lockdown finden Sie hier.
 
Konjunkturpaket, beschlossen am 29.06.2020
Alle Eckpunkte des Konjunkturpakets (57 Maßnahmen) finden Sie hier.
 

Corona-Soforthilfe (Antragsfrist im Mai 2020 abgelaufen)

Die Corona-Soforthilfe ist ein einmaliger nicht rückzahlungspflichtiger (aber steuerpflichtiger) Zuschuss. Sie beträgt bei

  • bis zu 5 Beschäftigten: 10.000 Euro für drei Monate
  • bis zu 10 Beschäftigten: 20.000 Euro für drei Monate
  • bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro für drei Monate

Zuschussberechtigt sind Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte haben aus

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gewerbebetrieb
  • selbstständiger Arbeit
  • freiberuflicher Tätigkeit
  • künstlerischer Tätigkeit (wenn nach Künstlersozialversicherungsgesetz versichert)
  • Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH

Anträge können ab 30.03.2020 ausschließlich online beim Regierungspräsidium Kassel gestellt werden http://www.rpkshe.de/coronahilfe. IHKs und HWKs unterstützen beratend bei der Antragstellung. Selbstverständlich tun wir das auch für unsere Mandanten, allerdings nur im Rahmen unserer Kapazitäten, die derzeit sehr ausgeschöpft sind. Bitte sprechen Sie uns an, wir versuchen Ihnen zu helfen, wo wir können.

Für den Corona-Soforthilfe-Antrag gibt es eine hilfreiche Ausfüllhilfe.

Auf Seite 6 des PDFs ganz unten finden Sie zudem den Link zum online Antrag.

Wichtige FAQs zur Corona-Soforthilfe finden Sie in diesem PDF.